Das Theater im Ohrensessel

Das THEATER IM OHRENSESSEL wurde 1991 als Solotheater für Kinder gegründet.

 

Der „Ohrensessel“ war in den frühen Stücken zentrales Bühnenelement, in und um ihn herum wurden die ersten beiden Geschichten erzählt. In den späteren Theaterprojekten wurde er durch eine Vielzahl unterschiedlicher Szenografien und Bühnenbauten abgelöst. Es bleibt jedoch das Bild des Ohrensessels als Ort des Erzählens sowie der Hinweis darauf, dass das THEATER IM OHRENSESSEL ein Erzähltheater ist und Geschichten erzählen will.

 

Die Zuschauer sollen in eine poetische Bilderwelt entführt und gleichzeitig in ihren eigenen Phantasiekräften angeregt werden. Neben dem erzählten und gespielten Wort sind Figuren unterschiedlicher Bauweise, Objekte und Gebrauchsgegenstände, szenisches Spiel, in Form und Farbe aufeinander abgestimmte Bühnenelemente sowie Musik ohne technische Verstärkung auf zahlreichen Klanginstrumenten zentraler Bestandteil der Inszenierungen.

Wer erzählt warum und wo und mit welchen Hilfsmitteln seine Geschichte? Diese Frage steht zumeist am Anfang des Arbeitsprozesses. Und aus ihrer Beantwortung entsteht schrittweise das Konzept für ein neues Theaterstück. Märchen der Brüder Grimm, Märchen aus anderen Kulturen und Mythen sind das Geschichtenmaterial, das bearbeitet wird. Märchen sind weit mehr als bloße Alltagsgeschichten. Sie haben ihre Wurzeln in weiter Vergangenheit, berichten von geheimnisvollen Begebenheiten, nahezu unerfüllbaren Aufgaben, von helfenden Wesen und Tieren, aber auch von großen Bedrohungen und gefährlichen Gestalten. Und sie berühren und irritieren noch heute!

Besonders Kinder können ein inniges Verhältnis zu Märchen und einzelnen Märchenfiguren haben und Kraft und Vertrauen aus dem zentralen Märchenthema, der Überwindung des Bösen durch das Gute, schöpfen. In den letzten Jahren wurde jeweils ein Stück pro Jahr produziert, dabei fand eine anregende Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Theaterleuten statt, die die Bereiche Regie, Coaching, Ausstattungsmitarbeit und Vermarktung übernahmen. Ab 2000 sind auch Produktionen für Jugendliche und Erwachsene mit einer eigenen Ästhetik entstanden.

 

Das THEATER IM OHRENSESSEL spielt im gesamten deutschen Sprachraum (zwei Stücke auf Italienisch plus „Gianni in fortuna“) – in kleinen Theatern, Büchereien, Kulturzentren, Festivals, Schulen, Kindergärten, Volkshochschulen,......... und freut sich auf ihre Einladung!

Theaterpädagogik

Seit gut 20 Jahren ist Stefan Libardi in unterschiedlichen Bereichen als Theaterpädagoge tätig.

 

- Künstlerische Leitung der Theatergruppe THEATERNEBEL.

   Eine äußerst rührige und engagierte Amateurtheatertruppe, die seit Mitte der 90er Jahre besteht und jährlich ein bis zwei Produktionen

   zur Aufführung bringt.

   Weitere Infos siehe www.theaternebel.at

 

 - Mitarbeit an der Abteilung Puppen- und Figurenspiel der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum in Dornach

   (CH).

   Weiter Infos siehe www.goetheanum.org

 

- Seminare und Workshops

   Zum Thema „Märchendeutung“, „Märchenerzählen“ und „Märchenspielen“ an der Pädagogischen Hochschule Feldkirch sowie an

   unterschiedlichen Orten.

 

 - Schultheaterprojekte

   Winter 2010 „Ein Sommernachtstraum“ mit der 8. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule Wien Mauer

   Waldorfschule Wendelstein (D): Der Weltuntergang, Der Sommernachtstraum, Momo

Stefan Libardi

1958 - In Dornbirn (Vorarlberg) als weitaus jüngster Sohn von aus dem Südtirol eingewanderten Eltern geboren und liebevoll verwöhnt.

Trotz musischer Begabung und Interessen Besuch der Handelsakademie in Bregenz. Dann Zivildienst beim Jugendrotkreuz in Innsbruck – Altenbetreuung.

 

1979 - Umzug nach Wien und Beginn eines geisteswissenschaftlichen Studiums (Ethnologie, Geschichte, Germanistik).

 

1981 - Fünfmonatige Reise nach Mittelamerika, glückliche Rückkehr mit deutlichem Wunsch nach künstlerischer Betätigung,  jedoch knappes Scheitern an der Aufnahmeprüfung an die Wiener Kunstakademie.

 

1982 - Zufällige Teilnahme an einem Theaterworkshop von Augusto Boal (Theater der Unterdrückten), der mit der klaren Gewissheit endet, dass das Theaterspielen „meine Kunst“ ist.

 

Ab 1982 - Zahlreiche Theaterseminare sowie erste Auftritte in diversen Projekten und Tanz-Performances.

Gleichzeitig Theaterausbildung am Dramatischen Zentrum Wien (Theaterlaboratorium für experimentelles Theater, Lehrer: Herbert Adamec und Ruben Fraga).

Ab Mitte der 80er Jahre Beschäftigung mit Anthroposophie.

Mitbegründer der Stadtinitiative Wien, einem anthroposophischen Kulturzentrum – Aufbau einer Theaterspielstätte.

 

1986 - Abschluss des Studiums der Germanistik und Geschichte an der Universität Wien.

 

1987/88 - Referendariat an einem Wiener Gymnasium, jedoch keine weitere Unterrichtstätigkeit in diesem Bereich.

 

1991 – 93 - Berufsbegleitende Ausbildung zum Waldorflehrer

 

1991 - Gründung und Leitung des THEATER IM OHRENSESSEL – Solotheater mit Figuren und Objekten, Erzähltheater

Bis zum heutigen Tag zahlreiche Inszenierungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Regelmäßiger Tourneebetrieb mit durchschnittlich 150 Vorstellungen pro Jahr

Auftritte in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Niederlande, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Russland und Japan

 

1992 – 2000 - Leitung der Abteilung Puppentheater am „polycollege Stöbergasse“ (Programmierung des laufenden Spielbetriebs, Organisation von drei internationalen Figurentheaterfestivals, Leitung des „Puppentheater Stöberkiste“)

 

2000 – 2002 - Konzeption eines Ausbildungslehrganges „Figuren- und Objekttheater in Zusammenarbeit mit dem Verband Wiener Volksbildung und der UNI Wien

 

1999 – 2002 Vorstandsmitglied der ASSITEJ Austria

 

Bis 2004 Tango-Lehrer

 

Seit 1995 - Leitung des Amateurtheaterensembles THEATERNEBEL – 25 Sprechtheater-Inszenierungen

 

2009 und 2010 Künstlerischer Leiter des Kinderopernprojektes des Carinthischen Sommers

 

2015 Regiearbeit für das Lehrertheater Möhlin (CH) - Dicke Dick Dickens

Inszenierung des theatralischen Chorkonzertes „dazwischen nicht atmen“ des Jedweder Küchenchores im Werk

 

In den letzten Jahren war meine künstlerische Arbeit eine zweigeteilte:

Alle Jahre ist eine neues Solostück unter wechselnder Regie (Ernst Reepmaker, Nika Sommeregger, Heini Brossmann, etc.) entstanden, welches ich anschließend an unterschiedlichen Orten präsentiert habe. Im ganzen kommt das Theater im Ohrensessel auf min.

Gleichzeitig habe ich in Form von Regien und Seminaren mit vorwiegend größeren Gruppen zusammengearbeitet. Dabei ist mir neben dem Weitergeben von schauspiel- und figurentheatertechnischen Fertigkeiten das Erüben von sozialen Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Sensibilisierung der Eigenwahrnehmung, spontanes Handeln, gemeinsame Entscheidungsfindung und Gruppenarbeit ein wichtiges Anliegen.

 

Vater von vier Kindern zwischen 16 und 26 Jahren

Vielleser (Romane aber auch Krimis), Kinogänger, Sommerwanderer, Schokoladenliebhaber...

 

 

Presse